Vor kurzem habe ich eine Nachricht erhalten, die mich doch etwas getroffen hat.

Und mich hat hinterfragen lassen, ob ich in meinen Blogposts und Videos ein falsches Bild von mir, meinem Leben und den Erlebnissen und Erfahrungen, die ich mache und mit euch teile, vermittle.

Denn bis dato dachte ich, dass ich ganz gut zum Ausdruck bringe, wie ich lebe und warum. Wieso ich manche Entscheidungen fälle und was meine Message hinter all dem ist.

 

Be fearless in the pursuit of what sets your soul on fire. Cause in the end we only regret the chances we didn’t take. So go for what your heart desires and trust the universe, that’ll guid you and always has your back.

Wenn du meine Beiträge kennst und mich die letzten Monate, bei YouTube oder Instagram, verfolgt hast, dann weißt du, dass ich stets nach Pipi Langstrumpfs Motto,

„Ich mach mir die Welt, widde widde wie sie mir gefällt.“

,lebe.

Ich liebe es mich auszuprobieren, neugierig zu sein und Dinge oder die Welt für mich zu entdecken. Die verrücktesten Ideen und Plane umzusetzen, weil sie Abenteuer und neue Erfahrungen versprechen.  Oder spontan einem Gefühl nachzugehen, und dafür alles in meinem Leben auf den Kopf zu stellen, nur weil es mir zuflüstert:

 

´Go for it, its the right thing to do.´

Veränderungen gefallen mir und ich bin gern und in vieler Hinsicht unheimlich dynamisch, weil nichts für mich schlimmer ist als zu stagnieren.

Ich bin hier um zu wachsen, um meinen Horizont zu erweitern.

Um Erfahrungen und Erlebnisse zu sammeln die mich erfüllen, mich stärker machen und mich meiner wahren Essence näher bringen. Und wenn es dazu gehört auch mal schwierige oder schlechtere Erfahrungen zu machen, dann nehme ich auch diese an.

Nicht immer gleich jubelnd und vor Freude strahlend. Doch ich weiß, dass auch diese am Ende immer eine Bereicherung für mich und mein Leben sind. 

Daher gehören sie dazu und sind sogar nötig. Denn ich weiß,  nur diese lassen mich Fortschritte machen, lassen mich besser werden und schenken mir wieder eine Portion Selbstvertrauen dazu, die ich in der nächsten Lebenssituation gut gebrauchen kann.

Aber was war es, dass mir gesagt wurde, was mich hat stutzig werden lassen?

Durch meine Videos bekomme ich des öfteren auf Instagram Nachrichten von Frauen und Mädchen, die meine Leidenschaft für Australien teilen und sich dann, mit Fragen und machmal nur ein paar lieben Worten, zum Austausch an mich wenden.

Ich freue mich immer, von ´Gleichgesinnten´ zu hören und zu erfahren, was ihre Story ist und was genau diese Frauen mit dem Land verbindet.

Nichts ist schöner als Menschen dabei zu zuhören und zu lesen, wie sie von einer Sache berichten die sie lieben. Denn dabei kann man die Leidenschaft und die Freude, die sie empfinden, förmlich spüren.

Dieses Mädchen schrieb mir also, weil es auch ihr größter Traum ist, einmal in Sydney zu leben. Und so war sie auf mich und meine Videos gekommen und hatte noch 1-2 Fragen zum Thema ´Leben in Australien´. Am Ende ihrer Nachricht schrieb sie dann:

´Ich hoffe 2019 wird besser, schöner und erfolgreicher als letztes Jahr! Alles liebe (…)´

Ich weiß, dass ihre Worte nur lieb gemeint waren und sich keine weitere Intension dahinter verbarg.

Und doch hatte sie damit einen Nerv bei mir getroffen.

Wieso nahm sie all das an?

War 2018 ein schlechtes Jahr gewesen? Waren die Erfahrungen, die ich gemacht hab unschön gewesen und war ich vielleicht sogar erfolglos gewesen?

Du musst wissen, dass ich mich immer sehr stark mit mir selbst auseinandersetze und stets reflektiere, was in meinem Leben passiert, wieso und welchen Einfluss das auf mich hat.

Und daher hatte ich mich natürlich auch Ende 2018 mehr als genug damit auseinander gesetzt, was ich in diesem Jahr alles erlebt habe, was ich für mich mitnehme. Und welchen Einfluss vor allem meine Auswanderungspläne auf das Fazit hatten, mit dem ich das Jahr hinter mir ließ.

Wie du aus einem vorherigen Artikel bereits weißt, ist es nicht leicht gewesen einen so großen Traum hinter sich zu lassen, obwohl man merkt, dass er eben nur noch das ist,-ein Traum.

Wenn man sich eingestehen muss, dass die Vorstellung eine andere, wohl viel schönere wahr, als die letztlich Realität. 

Und wenn man feststellt, dass das Herz, was einem so lang gesagt hat es endlich zu wagen, nach nur kurzer Zeit entscheidet:

´Nö, doch nicht! ich will was anderes.´

Dann steht man erstmal ziemlich blöd da und versteht die Welt nicht mehr.  Und kurz darauf fängt man an alles und sich selbst zu hinterfragen.

Man hinterfragt seine Entscheidung, sich selbst und das bisherige Leben. Und man fragt sich, wie ernst man sich eigentlich selbst noch nehmen kann, wenn man zuletzt so Sprunghaft ist wie ein kleines Reh.

Und die Fragen die man sich stellt kommen direkt vom Ego, welches einem auch noch einreden will versagt zu haben. Schließlich hat man nicht genau das umgesetzt, was man sich vorgenommen hat.

´Du bist ein Versager, du hast nicht genug gegeben. All das war nichts als reine Zeitverschwendung und du hättest es besser machen können. Hättest durchhalten sollen, um wirklich erfolgreich sein zu können. Und sagen zu können, du hast es geschafft. Du hast etwas geschafft, wovon andere ihr Leben lang nur Träumen, denn du hast deinen Traum umgesetzt. Doch jetzt hast du nichts, denn du bist gescheitert, schließlich bist du zurück. Das Jahr hat so gut angefangen, doch was ist das jetzt schon wert.´

Eh Verzeihung aber gehts noch ?!

Was fällt dieser ekeligen kleinen Stimme in einem da eigentlich ein, solch ein vernichtendes Urteil zu fällen.

Und wieso hört man die meiste Zeit auch noch zu und nimmt es sich zu Herzen? 

Wer schlau genug ist bemerkt es frühzeitig genug und ruft innerlich laut ´STOP!´, um dem Ganzen ein Ende zu setzen. 

Aber die Meiste Zeit nehme wir uns diese Worte ja auch noch an und lassen uns, unbemerkt, von ihnen klein machen. Weil wir denken sie wären wahr.

„ Du bist der Schöpfer deiner eigenen Wahrheit.“

Ja genau diese Art von Monolog, habe auch ich mir von meinem Ego angehört. Und habe mich daher oft gefragt, ob es stimmt was es mir da sagt. Und so kamen  schon damals die gleichen Fragen auf die mir auch jetzt wieder, beim Lesen der Nachricht,  in den Kopf schossen.

Bin ich gescheitert und habe versagt? Ist all das, nichts als eine schlechte Erfahrung, die mir nichts als Leid und Kummer gebracht hat? Und muss ich nun mit gesenktem Kopf und voller Schamgefühl ins neue Jahr gehen?

Ja hallo, doch wohl mal sowas von nicht!!!

Das letzte Jahr war, ja ich kann und muss es so sagen, das bisher geilste in meinem ganzen Leben.

Denn ich habe alles, wirklich alles umgesetzt, was ich mir vorgenommen und wovon ich geträumt habe.

Und wie viele können das tatsächlich von sich behaupten?

Ich war ja selbst nicht immer so und habe Dinge aufgeschoben und vertagt weil sie mir zu groß erschienen und mir Angst gemacht haben. Oder ich hatte eine andere Ausrede, weshalb ich sie am Ende sein lies. Und klar, ab und an habe ich das immer noch. 

Doch 2018 habe ich alles gegeben und war so erfolgreich wie noch nie zuvor!

Ich liebe das Reisen und im letzten Jahr bin ich so unfassbar viel gereist, dass ich wohl noch ewig davon zehren werde. Wann, wie und so oft ich wollte und vor allem wohin ich wollte.

Einfach traumhaft!

Ich wollte immer schon mal in Australien leben und arbeiten und ich habe es umgesetzt und habe mir diesen Traum erfüllt.

Es ist total egal, ob es genau so kam wie erwartet oder nicht. Denn was zählt ist, dass ich es umgesetzt habe.

Und den Mut aufgebracht hab, es zu tun. Den Schritt gegangen bin, den viele noch nicht einmal gemacht hätten. Um nur kurze Zeit später einen weiteren, für mich noch viel größeren und einschneidenderen Schritt zu wagen und zu sagen:

´Ich habe fertig´ und komme zurück.

Und ich habe gelebt!

Von ganzem Herzen, habe ich jeden einzelnen Moment in diesem Jahr so sehr gelebt!

Bin gewachsen und gereift und habe meinen Horizont ungemein erweitert.

„Es geht nicht darum dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr leben.“

Und dafür bin ich so unheimlich dankbar und verdammt stolz auf mich! Denn das war nicht immer so. 

Doch ich habe gelernt, dass ich der Schöpfer meines Lebens bin und selbst die Verantwortung dafür trage, wie dieses Leben aussieht.

 

Dieses Jahr habe ich zu meinem gemacht, durch und durch!

Und die Erfahrungen die ich gemacht habe, waren alle für mich. Ja, auch die weniger schönen.

Und daher habe ich für mich geschlussfolgert, dass ich mir selbst nicht länger einrede, gescheitert zu sein oder versagt zu haben.

Nur weil das Leben scheinbar andere Pläne mit mir hat und die Dinge anders gelaufen sind als geplant.

Ich bemitleide mich selbst nicht, für ´die schwere Zeit´ Down Under, weil ich mich dafür entschieden habe das Beste draus zu machen und am Ende und alles in allem eine super schöne  und tolle Zeit hatte.

„Das Glück deines Lebens wird bestimmt von der Beschaffenheit deiner Gedanken.“

Ich bin dankbar und glücklich für und über jede einzelne Erfahrung, jeden Moment und jeden Augenblick, die/ der es mir erlaubt hat, mir selbst wieder ein Stück näher zu kommen und zu wachsen.

Und ich bin stolz, unendlich stolz auf das was ich da unten geleistet und erschaffen habe.

Ich war so erfolgreich, wie ich es in jedem einzelnen Moment sein konnte. Und das bedeutet für mich Erfolg.

Und wenn das nicht der Definition anderer entspricht, bedeutet das nicht meinen Misserfolg.

Ich bin glücklich, so wie es ist, mit allem was war. Und ich werde dieses letzte Jahr wohl noch die nächsten 10 Jahre feiern, weil es einfach großartig war!

Was ich dir damit heute mitgeben will ist, liebe dich selbst genug um immer das positive in allem zu sehen. Um dich auch nur für den kleinsten Versuch zu schätzen, etwas angegangen zu sein. Und stolz auf dich zu sein, für all das was du erreicht, und manchmal aber auch nicht erreicht hast.

Cause at least you tried!

You tried, and that’s not failure. 

Und selbst wenn du es so siehst, dann sie es mal so:

„ I can accept failure, cause everyone fails at something. But I can´t accept not trying.“

Etwas ist immer nur so gut oder schlecht, wie du es bewertest. Es liegt also in deiner Hand und an dir ganz allein, wie du auf etwas zurück blickst.

Entscheide dich für dich. Entscheide dich immer für den Gewinn, statt den eventuell vorangegangenen Verlust.

Entscheide dich dafür, immer mehr schöne Augenblicke in Erinnerung zu halten, also schlechte. Und siehe die Dinge vor allem so, wie sie wirklich sind.

Wir haben alle unsere eigene Realität, die wir durch frühere Erfahrungen und alte Glaubensmuster erschaffen. Und so sehen wir dann die Welt. Das ist jedoch nur die Welt, die wir sehen wollen. 

Doch dann gibt es da auch noch die tatsächliche Realität, so wie die Dinge wirklich sind, fernab von unseren Bewertungen.

Und diese Art von Realität ist es, zu der du nie den Kontakt verlieren solltest.  Denn sie ist neutral und frei von jeglichem Urteil. Und damit oft auch dem Urteil gegen dich selbst.

 

Du bist toll so wie du bist. Alles was ist, ist richtig wie es ist und du kannst stolz auf all das sein, was du in deinem Leben bereits geschafft und erschaffen hast. Egal wie die Dinge scheinen und egal was andere sagen. Weil nur du entscheidest was du daraus machst. 

Das ist es, was ich rausbringen will und warum ich meine Erfahrung mit dir teile.

Weil sie dir helfen soll, dich inspirieren soll, dich anregen und motivieren soll. Und zwar immer für dich und im positiven Sinne. Um das Leben zu leben was du verdienst,-das Beste.

Ich hoffe, dass ich nun besser auf den Punkt bringen konnte, wie ich mich fühle und wie ich dem letzten Jahr, und dieser großen Entscheidung gegenüberstehe.

Ich sehe mich nicht als Opfer meiner Umstände, im Gegenteil.

Ich fühle mich so stark und bin dadurch so sehr gewachsen, wie nie zuvor. Und ich würde es jeder Zeit wieder tun. Auch wenn ich das Outcome bereits wüsste.

„ Es ist verrückt, sagt der Kopf. Du könntest verletzt werden, sagt das Herz. Ich habe Angst, sagt der Bauch. Tu es, denn wir werden wachsen, sagt die Seele.“

Farina xx