„Manchmal sollte man weder mit, noch gegen den Strom schwimmen. Sondern einfach aus dem Fluss klettern, sich ans Ufer setzen und eine Pause machen.“

123399 Emails, die unbeantwortet im Postfach liegen und beantwortet werden müssen, täglich kommen neue dazu.

278390 Aufgaben, die längst hätten erledigt werden sollen, aber von wem, wenn einem selbst die Zeit fehlt und man daher einfach nicht dazu kommt.

3829128 eingetragene Erinnerungen und immer wieder neu aufkommende Gedanken, die einen leise mahnen, die To Do List endlich und dringend abzuarbeiten.

512389 neue Ideen, Wünsche, Träume und Pläne, die angegangen und fokussiert werden wollen, doch am Ende des Tages die Energie, Motivation und Lust fehlt, nach all dem oben genannten, überhaupt noch was zu tun.

Mach mal Pause!

Vielleicht kennst du das oben genannte Muster nur selbst all zu gut. Auch, wenn du den ein oder anderen Punkt durch etwas anderes ersetzen kannst. Aber du wirst es kennen, oder nicht?

Dieses Chaos im Kopf, das einen nicht mehr klar durchblicken lässt, wo man anfangen und wo aufhören soll.

Wenn dein Alltag kein einfacher Alltag mehr ist, sondern eine ständige Herausforderung, die immer länger werdende To Do Liste abzuarbeiten. Und noch mehr, als Vollgas, Richtung …

Richtung…

Ja, Richtung was eigentlich, zu geben. 

Was steuerst du an, was ist so weit weg und vergraben unter all diesen Aufgaben, die du täglich bewältigst, dass es sich lohnt, ständig gestresst zu sein, kaum noch zu schlafen und am Ende des Tages nichts weiter geschafft zu haben, als deine Gesundheit aufs Spiel zu setzen?

Zugegeben, ich kenne das Spiel. Ich selbst würde mich als einer der Top player bezeichnen und mir selbst einen Orden überreichen, wenn es denn einen gäbe.

Nur stolz könnte ich darauf nicht sein, oder?

„ Stress: aus Gründen ewiger Jagd, schneller zu den ewigen Jagdgründen.“-Vladimir Nabokov

Man jagd und jagd einem Traum oder Ziel hinterher, der/das in der Zukunft liegt. Und von dem man keine Ahnung hat, ob und wann er/es sich erfüllen wird.

Getrieben von der Stimme im Kopf, die einem sagt:

´Es reicht noch nicht, gib noch mehr.´

Und man tut es, denn man kennt diese Stimme und vertraut ihr blind.  Sie ist Teil von uns und ´weiß´ , was gut für uns ist. 

Meinen wir zumindest.

Also geben wir alles, jeden Tag. Gestern, heute, morgen und Über…

…Übermorgen?!

Ja, übermorgen wachen wir auf und wollen am liebsten liegen bleiben. 

Wir sind müde, antriebslos,  völlig fertig. Und fühlen uns, als wäre eine Dampfwalze über unseren gesamten Körper gefahren. Dessen Knochen gebrochen und Muskeln  nun völlig ausgelaugt auf dem Boden liegen. Wie in einem der zahlreichen Cartoons, die wir als Kind so gern geschaut haben.

Wir können nicht mehr. Und nur der pure Gedanke an eine der heute anstehenden Arbeiten macht uns fix und fertig. Und raubt uns auch unsere letzte Energiereserve.

Wir würden so gern weiter schlafen, uns so gern erholen. Oh wie schön wäre es, heute eine Pause zu machen, aber…

…das geht doch nicht!

Wer erledigt dann unsere To Do´s? Wer kümmert sich um unsere, selbst auferlegten, viel zu vielen und völlig unbedeutenden, Aufgaben? Wer macht den Haushalt, wer erledigt die Arbeit, wer kümmert sich um das tägliche Schaffen, zum Erreichen unserer Ziele?

Wer, wenn nicht wir ?

„Nichts bringt uns auf unserem Weg besser voran, als eine Pause.“

Wenn wir nicht anfangen zu begreifen, dass keine Aufgabe, keine Arbeit und kein Ziel der Welt, so eine hohe Bedeutung hat, als das wir dafür unsere Gesundheit aufs Spiel setzen sollten, bewegen wir uns immer weiter im Hamsterrad.

Eines, das wir uns selbst gebaut haben, um Tag für Tag unsere Runden zu drehen.

Ist es das was du willst? 

Willst du so mit dir selbst umgehen. Mit deinem Körper, deinem Geist, deiner Seele. Und macht dich das glücklich?

Mich, macht es das nicht!

Ich möchte nicht länger mein eigener Gefangener sein. Und ich wünsche mir nichts mehr, als endlich auszubrechen aus meinem Hamsterrad, welches so klein und fürchterlich einengend ist.

Ich möchte heute nicht nur für eine Zukunft leben, die es morgen eventuell nicht geben wird. 

Ich möchte nicht kämpfen müssen und all meine Ressourcen verbrauchen. Um am Ende auf mein Ziel zu blicken, welches mich in keinster Weise mehr erfüllt. Weil ich nichts weiter als ein Schatten meiner selbst geworden bin.

Ein funktionierender Roboter, der alle Gefühle ausgeschaltet hat, um noch mehr leisten, noch mehr geben zu können. Seine Arbeiten, seine To Do´s, seine Ziele emotionslos abhakt und als erledigt anerkennt. Wohlwissend, dass diese, auf dem Weg dort hin, mit keinerlei Freude und Erfüllung in Verbindung stehen.

„ Der Weg ist das Ziel.“

Remember !

Aber was können wir tun, um diesem Schrecken endlich ein Ende zu setzen?

Den aller ersten Schritt haben wir bereits geschafft, denn wir sind uns dessen bewusst geworden.

Wir wissen was wir nicht wollen und daher auch genau, was wir uns stattdessen wünschen. 

 

 

Wir wissen, dass das was wir tun, nicht gut für uns ist. Und daher wissen wir auch, dass sich etwas ändern muss. ASAP!

Nur was?

„Wahre Lebenskunst bedeutet eine Pause zu machen, bevor jemand sagt: du solltest eine Pause machen!“

Das ist unser Ziel. Darauf steuern wir ab heute zu, bewusst und voller Freude und Leichtigkeit.

In einer meiner letzten Podcastfolgen, habe ich davon erzählt, wie wichtig Freude und Leichtigkeit sind. Um sich selbst und das Leben nicht zu ernst zu nehmen. Spaß zu haben, jeden Moment zu leben, um den Weg zum Ziel schon heute zelebrieren und lieben zu können. Um schon heute der Mensch zu sein und das Leben zu führen, der einem/ das einem in der Zukunft so sympathisch erscheint.

„Du bist nicht auf dieser Welt um zu funktionieren, du bist hier um zu leben.“

Also fang endlich an!

Gib acht auf dich, nimm dir Zeit für dich selbst. Richte dir regelmäßige und ausreichend lange Pausen ein, um aufzutanken und neue Kraft zu sammeln.

Ein ziemlich cooler Life Coach, bei dessem Seminar ich kürzlich war, hat das mal so verglichen:

Stell dir vor du fährst ein Auto, 100, 200, 400, vielleicht 500km weit. Du fährst und fährst, ohne eine Pause zu machen, denn du ´musst´ ja (am besten schon gestern) an dein Ziel kommen. Also fährst du noch weiter und vergisst dabei völlig…:

Zu tanken.

Und nun stehst du da, aufgeschmissen und völlig allein, mitten in der Nacht und ohne jegliche Spritreserven. 

Keine Tankstelle, keine Menschenseele, in Sicht, die dir helfen könnte.

Die Pause die du nicht einlegen wolltest, um Zeit zu sparen, wäre jetzt das einzige gewesen, was dir geholfen hätte weiter voran zu kommen. Um näher Richtung ´Ziel´ zu steuern.

Stattdessen, hast du dich selbst ziemlich weiter ins Aus geschossen. Wodurch du am Ende mehr Zeit ´verschwendest´ als jede Pause es gemacht hätte.

Das sind die Momente in denen du erschöpft bist. Die Tage, an denen du völlig motivationslos und einfach nur müde bist. Wo du aufgeben willst und keine Kraft, geschweige denn Lust, mehr hast.

Du siehst also, es sind nicht die Pausen, die uns Zeit klauen und verschwendete Zeit sind. Im Gegenteil, sie sind unser Antrieb, der uns hilft weiter voran zukommen. In dem wir neue Kraft TANKEN, neu aufladen und dann weiter machen können, weil wir wieder voller Energie sind!

„Take a break.“

Take a break und zelebriere es! Freue dich darauf und genieße sie.

Ich weiß wie schwer das sein kann, ist man es doch gewohnt sich selbst ständig und immer von A nach B zu scheuchen.

Daher bin ich so dankbar und froh, dass mich Freund regelmäßig daran erinnert, wenn ich es selbst mal wieder vergessen habe.

Und ja das kommt vor. 

Auch ich habe die Weisheit nicht mit Löffeln gefressen und sitze heute, erleuchtet und ohne jegliche Probleme, im Schneidersitz auf dem Boden und freue mich meines Lebens. 

Schön wäre es, aber darum geht es im Leben nicht.

Das Leben ist ein ständiges Wachstum und unser bester Lehrer, wenn es darum geht sich neuen Herausforderungen zu stellen. Um seinen Horizont zu weiten und, immer wieder neu zu gestalten.

Es ist wichtig zu lernen die Auszeit, die man braucht, schon gestern zu erkennen. Um heute nicht erschöpft auf die Nase zu fallen und sich zu wundern, warum man nicht mehr, oder nur schwer, auf die Beine kommt.

Plane sie dir daher ein und schriebe sie dir am Besten verbindlich auf. In deinen Kalender, ins Handy oder auf ein Schmierblatt, dass du dir an den Spiegel hängst.

Und fange an zu verstehen, dass sie ein wichtiger Teil deiner Reise ist. Denn ohne sie, kommst du nirgendwo hin.

Es ist ok mal nichts zu tun, mal ´unproduktiv´zu sein. 

Und einfach nur, ja, zu sein.

Und du wirst sehen, mit wie viel neu gewonnener Freude, Energie und Motivation du plötzlich weiter machen kannst. Weil du dir hier und da erlaubt hast, hier und da eine Auszeit zu machen.

„ Wenn ich mein Leben noch mal leben könnte:Im nächsten Leben würde ich versuchen, mehr Fehler zu machen.

Ich würde nicht so perfekt sein wollen. Ich würde mich mehr entspannen. 

Ich wäre ein bisschen verrückter, als ich es gewesen bin, ich würde viel weniger Dinge so ernst nehmen. (…)

Ich war einer dieser klugen Menschen, die jede Minute ihres Lebens fruchtbar verbrachten. Freilich hatte ich auch Momente der Freude, aber wenn ich noch einmal anfangen könnte, würde ich versuchen, viel mehr gute Augenblicke zu haben.

Falls du es noch nicht weißt:

Aus diesen besteht nämlich das Leben; Nur aus Augenblicken- vergiß nicht den jetzigen.“

-Jorge Louis Borges

Nimm dir Zeit zum Atmen. Nimm dir Zeit für dich. Sei gut zu dir selbst und vergiss deinen einzigartigen Wert nicht.

Du bist mehr als das, dein Leben ist mehr als das. Mehr, als jede noch so wichtige Aufgabe je sein kann.

Und Ps: Du bist genug. Schon jetzt, schon heute, in diesem Moment.

xx Farina

Was sind deine Erfahrungen zu diesem Thema? Ich freue mich über deine Gedanken in den Kommentaren und bei Instagram.