(29.12.2019)

Liebes Tagebuch,

Ich sitze am Elizabeth Quay in Perth, beobachte die Menschen um mich herum und genieße den Zauber Australiens.

Es ist warm, die Sonne scheint und der Wind pfeift um meine Ohren.

Denn nicht nur sitze ich am Harbour, sondern auch, in der zweit windigsten Stadt der Welt.

Ein Jahr ist es her, dass ich ´Zuhause´ verlassen habe, um zurück nachhause zukehren.

Aus meiner Wahlheimat Australien, wieder zurück nach Deutschland.

Um hier, MIT meiner großen Liebe zu leben und nicht mehr, IN ihr.

 

Und auch, wenn es nie leicht für mich war, Australien zu verlassen, empfand ich es jedes Mal als fairen Tausch, wenn ich mich umsah und in Maik´s Gesicht blickte.

Ein ziemlich guter Tausch! Weil es, neben all den Erlebnissen & Erfahrungen, vor allem die Menschen, die wir lieben, sind, die unser leben bereichern. 

Und doch konnte ich, nach meiner Rückkehr,  eine Sache nie so ganz überhören…

Meine Schwester Amy, hat es einmal so schön gesagt.

„ Ich trage zwei Herzen in einer Brust.“

Ein Herz, das für Maik, meine Freunde und Familie in Deutschland schlägt. Und damit für die Menschen, die ich über alles liebe. 

Und das andere Herz das, seit meinem ersten Aufenthalt 2011, für Australien schlägt.

Und mich, täglich und mit jedem Gedanken, an die Freiheit, Verbundenheit und Liebe, erinnert, die ich für das Land empfinde.

Aber darum, soll es heute gar nicht gehen, denn du kennst meine Story ja bereits. Und ich habe so viele andere, spannende, schöne und tolle Dinge mit dir zu teilen.

Die wir und ich, in den letzten 5 Wochen unserer großen Reise, erleben durften.

Wie schnell die Zeit doch rast und wie bunt und erfüllt das Leben wird, wenn man seinen gewohnten Alltag verlässt. Und einen völlig neuen lebt.

Plötzlich fühlst du dich wieder wie ein kleines Kind, das jegliches Zeitgefühl verliert. Weil ihm Tage, wie Wochen vorkommen und Monate, wie Jahre.

Denn nichts, ist mehr gleich und jeder Tag so anders. Du erlebst und erfährst, wächst und reifst.

Und jede einzelne Stunde, ist wieder erfüllt von Freude, Spaß und Abenteuer. 

„ Man kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr leben.“

Seit 5 Wochen leben wir unseren Traum und leben nach einem Motto dass wir, in unserem Alltag zuhause, ziemlich sehr vermisst haben. 

Eben weil alles so gleich, vorhersehbar und easy war, war es keine Herausforderung mehr und rasten die Tage, nur so an uns vorbei.

Jetzt waren wir in nur 5 Wochen, in 3 verschieden Ländern gewesen. Und was soll ich sagen:

Müssten wir morgen sterben, wäre das ok.:P

Weil wir gelebt haben!

In nur 5 Wochen, haben wir so sehr gelebt, wie in den letzten 10 Monaten, unseres Lebens zuhause nicht. 

Denn wir waren, zusammen und lebten die Freiheit. Wir lachten und weinten, stritten und liebten, eroberten und genossen. Und waren in jedem Moment vor allem eines, präsent.

Was eine Zeit, was eine wundervolle, aufregende und tolle Zeit!

Indien, Bali und jetzt Australien.

Herausforderungen, Erlebnisse und so viele Erinnerungen.

Von Indien weißt du ja bereits alles. Und von Bali werde ich dir im nächsten Eintrag mehr erzählen. 

Heute soll es aber um das gehen, wovon die wenigsten erzählen, wenn sie sich auf eine Reise um die Welt begeben.

Die Dinge, die dich persönlich beeinflussen und etwas mit dir machen. Während und vor allem vor der Reise.

Herausforderungen, Hindernisse und Schwierigkeiten, die auch deine Beziehung treffen und beeinflussen. Und wie man damit,  als Team und auch selbst, am Besten umgeht.

Dinge, die dich Tag für Tag konfrontieren und du daher lernen solltest, mit ihnen, statt gegen sie zu leben.

Denn eines ist klar:

Sie gehören dazu!

Weißt du, wenn ich heute so an meine alten Tagebucheinträge denke, lache ich, über all die belanglose Nichtigkeiten und schmerzenden Probleme eines typischen Teenies der frühen 2000 er.

Und doch waren sie damals meine Welt, geformt aus Hoffnungen und Erwartungen, Herausforderungen und Schwierigkeiten, vollgepackt mit Emotionen und Gedanken. 

Die mich zu der Frau machten, die ich heute bin. Und deshalb bedeuten sie mir, dennoch, so viel. Denn sie sind ich und das, macht mich stolz. 

Deshalb möchte ich dir, auch jetzt, von genau diesen Dingen berichten.

Aber eben anders, denn ich bin ja nicht allein unterwegs. 

Nicht mehr nur Fairy, sondern Fairy & Maik.

Und damit irgendwie Teil eines Teams, einer eigenen kleinen Familie.

-Ein schöner Gedanke, wie ich finde.

Und damit treffen sich, auf diesen Seiten, nun all die Erwartungen, Hoffnungen, Gefühle und Gedanken, Herausforderungen und Probleme, zweier Menschen.

Die sich, nach ´incredible India´ auf, nach Bali, machten. Um die Ruhe und Routine zu finden, der sie zuhause entflohen waren. 

„Life´s ironic.“- I know

Heute geht es also mehr um uns, -Maik und mich. 

Und was diese Reise mit uns als Person, aber auch mit unserer Beziehung macht.

Also das, was wohl die Wenigsten gern ausplaudern, zeigen und erzählen würden.

Eben weil alle nur noch darum bemüht sind, im wahrsten Sinne, das schönste und tollste Bild von sich zu zeigen. 

Aber das, ist einfach nicht die Wahrheit, zumindest nicht unsere. 

Weil man nicht 24/7 glücklich und erfreut durch die Gegend rennt, verliebt und voller Verständnis für den anderen ist. Und dabei zufällig noch, an den schönsten und einzigartigsten Locations & Orten, abgelichtet wird, die einem die Welt so zu bieten hat.

– Nein, auch als Weltenbummler nicht.

Naja, vielleicht gibt es ja solche Paare. Aber das, sind definitiv nicht wir!

Dafür, sind wir viel zu starke und wilde Charaktere. Etwas verrückt vielleicht und ziemlich eigensinnig, at times.

Aber das macht uns aus, so sind wir halt. Und wenn ich könnte, würde ich es dennoch, nicht ändern wollen. 

Weil es, neben Leben und Leidenschaft, eine ganz besondere Verbundenheit zwischen uns schafft.

Ja, wir lieben Spannung und Abenteuer.

Und wir brauchen, neben Harmonie und Beständigkeit, auch das, weil es uns sonst langweilig wird. 

Wer will schon nur Glück und Zufriedenheit? 

Klar jeder denkt sich so: „Yeayyy nie wieder unglücklich, alles soll stets schön und einfach für mich sein!“

Aber in Wirklichkeit würde einem das Ganze, ziemlich schnell auf den Keks gehen, denn:

„Einfach kann jeder!“

Oder?;)

Aber wer will schon wie jeder sein…

Der Mensch braucht Probleme und Sorgen, genau wie Glück und Liebe. So ist das halt, denn A kann ohne B nicht sein. – Gesetz der Polarität und so…

Roter Faden Fairy, roter Faden…

Anyways…

Wie war es also, für uns als Paar, diese ganze Reise überhaupt anzutreten.

Hab und Gut zu verkaufen und unterzubringen. Die Wohnung abzugeben und uns, nach 7 Monaten purer Planerei, wirklich und endlich auf zu machen.

Und sich damit, voll ins Abenteuer zu stürzen?

In nur 6 Wochen bereits Land 3 zu bereisen, von denen Nummer eins, ein absoluter Kulturschock war, der uns noch immer in den Knochen hängt. 

Und wir, nach Indien und Bali, nun quasi ins komplett andere Extrem gesprungen sind,- der sortierten, westlichen, ruhigen, uns viel vertrauteren Welt.

Scheiße schwer war es!

Das beschreibt es wohl ganz gut. 

Und nicht so easy und schön, wie wir wohl erwartet hatten.:D

Hahaha, ich muss selbst lachen wenn ich darüber so nachdenke…

Denn man meint immer, man reist um die Welt und lebt jeden Tag seinen Traum. Ist frei, wild und lebt nur noch, genau so wie man will. 

Schließlich hat man ja, ´endlich´, alles was man will. 

Die Freiheit, das Reisen, die Spannung und all die wundervollen Eindrücken der täglichen neuen Abenteuer.

Und all das, als Glück und Liebe vereint. Was will man mehr!?

„Sounds like a dream comes true.“

Aber das Ganze kann auch ziemlich schnell zum Albtraum werden, wenn man eine Sache nicht begreift:

„Alles darf sein!“

Und, wenn du nichts erwartest, kannst du auch nicht enttäuscht werden.

Ich weiß ich weiß, das klingt jetzt ziemlich ernüchternd und irgendwie gar nicht mehr so romantisch und schön. Aber ich will ja ehrlich sein.

Denn all die Erwartungen, Ziele und Pläne, die wir uns überlegt und ausgemalt haben, haben uns letztlich mehr Glück geraubt, als geschenkt.

Weil sie uns die Freiheit geklaut haben, für die wir losgegangen sind.

Wir hatten Gedanken und Bilder im Kopf, jeder für sich und gemeinsam Paar.

Aber dann, wurden wir erstmal ziemlich fest vom linken Haken der realen Welt getroffen. 

Die uns so, erschrocken, wütend und enttäuscht, wieder auf den Boden der Tatsachen geholt hat.

Aber lass mich dir erklären, warum es so war:

Es war einmal…

… ein einsames Haus, in einer ziemlich einsamen Straße am Hintern der Welt. In dem eine noch einsamere junge Frau, namens Farina, lebte.

Farina war gar nicht glücklich, dort wo sie lebte. Weil sie den Ort, in dem sie auch aufgewachsen war, einfach nicht leiden konnte!

Er war ihr zu klein und die Welt viel zu aufregend und groß, um hier zu versauern und ein 0815 Leben zu leben. Was sich, mal so gar nicht, nach ihrem anfühlte.

Arbeiten, aufs Wochenende warten, eine Familie gründen, einen Golden Retriever kaufen. Und dann, mit allen zusammen aufs Wochenende warten. 

Vielleicht 2 mal im Jahr in den, zweiwöchigen Urlaub fliegen und das für die nächsten 20 Jahre wiederholen. Bis die Kinder aus dem Haus sind und man selbst nicht mehr weiß, was man sich vom Leben denn eigentlich sonst noch verspricht. Weil man vergessen hat wer man, neben Mama sein und Familienalltag, denn eigentlich noch ist. 

Uhh ein schrecklicher Gedanke für Farina, denn sie wollte Spaß, Abenteuer und die Welt sehen. Ein freies, selbstbestimmtes und außergewöhnliches Leben leben.

Eines das nicht vorhersehbar, wie das der Hälfte der halbtoten Siedlung in der sie lebte, war.

Sie wollte raus und wieder ihrem eigenen, wilden, freien und etwas verrückten, Spirit folgen.

Und Gott sei dank hatte sie Maik.

Der zwar erst nicht wusste was er von ihrem Tatendrang und Willen zu gehen, ohne zu wissen wohin, halten sollte.

Aber doch relativ schnell an Bord war, um genau das anzugehen. 

Denn, obwohl er jahrelang eine beeindruckende Bänkerkarriere verfolgt hatte. Und sich erst kürzlich den Traum eines eigenen Haus´ erfüllt hatte, war er hin und weg von der Idee einfach mal frei zu sein.

Wahrscheinlich weil er insgeheim spürte, das der Stempel auf seiner Stirn, nicht ganz zu ihm passte. Und er eher Typ Spaß & Abenteuer, statt Anzug und Büro war.

Fairy und Maik malten sich also aus, wie cool es doch wäre und überlegten schnell, wie sie all das angehen könnten. 

Fingen an zu sparen, planten, organisierten und stritten plötzlich viel und ganz schön oft.

Denn das erste was dir keiner erzählt, wenn du auf Weltreise gehst

„…the hell, there´s so much to argue about!“

Nicht mal wegen der Wohnung und der Autos, von denen keiner weiß, ob man sie 

verkaufen, vermieten, oder einfach nichts damit machen soll.

Sondern viel mehr, weil man so unterschiedliche Vorstellungen von allem hat.

Zumindest war es bei Maik & Fairy so.

Maik, der ewige Planer und, liebevoll getaufter, Erklärbar. Der die Welt in Zahlen, Daten & Fakten begreift. Und Struktur und Ordnung liebt.

Weil sonst, geht einfach mal nichts!

But let me tell you, he´s the best at getting shit done!

Bitte ihn um einen Gefallen und er hat ihn schon vorgestern erledigt, -seriousely.

Und Fairy, die, im Vergleich dazu, ein wandelndes Chaos ist. Aber ihre Ideen, Vorstellungen und Ziele sich am Ende, dennoch, immer erfolgreich zeigen.

Nur vorab muss, meist, erst die Welt untergehen- weil..

Weil sie eben so funktioniert.

Sie weiß genau, was sie alles und vor allem, das sie alles kann! 

Wie und weshalb sie die Dinge anzugehen und zu erledigen hat. Und doch gehören zwischenzeitliche Breakdowns, als Zeichen der kurzfristigen Überforderung, dazu, um neue Energie zu schöpfen. 

Und das Ergebnis noch krasser, als erwartet werden zu lassen. 

Aber erwarte nicht, dass Gefallen vorgestern passieren. Auf Grund des hohen Energieeinsatz für maximalen Schöpfungsprozess (& gelegentlicher Breakdown Pausierung), dauert es ein paar Tage mehr als bei Maik.

Aber, gewissenhaft und verlässlich wie sie ist, wirst du immer bekommen wonach du fragst. Und vor allem niemals im Stich gelassen!

Maik & Fairy

Zwei Charaktere, die so unterschiedlich und doch so gleich sind, prallten nun also, tagtäglich, aufeinander.

Der eine plant, der andere lässt passieren. Einer tritt in Aktion, während der andere Vertraut, das schon alles kommt, wie es kommen soll. 

Und jeder bringt so viele unterschiedliche, alte Glaubensmuster und Learnings, aus vergangenen Tagen mit. Dass sie sich anfangs nur schwer vereinen ließen.

Vielleicht wäre es für uns selbst witziger gewesen, die Situation von außen und oben zu betrachten, so wie du jetzt, anstatt selbst drin zu stecken.

Aber dann hätten wir ja mehr gelacht, als daraus zu lernen. Und ich könnte diese wertvollen Erfahrungen, heute, nicht mit dir teilen. 

„What a pitty, hu!“

 

Hier kommen die Top 10 der DInge, während der Reise und auch heute noch oft, die meisten Probleme bereiten und bereitet haben.

Learning No. 1

 

Drama im Kopfkino

Am Anfang haben wir so oft, so einen krassen Film gefahren und uns ein totales Kopfkino ausgemalt. Weil die Situation einfach so neu war, dass wir nur theoretisch denken konnten. Und nicht wussten, das diese Gedanken nichts, aber auch gar nichts, mit der Realität zu tun haben.

Denn die Theorie ist einfach mal komplett anders als die Praxis. Und let me tell you, immer nur zum Vorteil. 

Weil all die, zuvor ausgemalten, Horrorszenarien, sich nie oder nur abgeschwächt, bewahrheitet haben. 

Heißt also, gerade am Anfang, machten wir, um vieles, viel zu viel Wind, um nichts!

 

Learning No. 2

 

Ängste Zweifel und Sorgen 

Wir hatten z.B so oft Geldsorgen. Und haben uns gefragt, ob das Geld, was wir sparen, reichen wird.

Ob wir genug tun um, für so eine Reise, wohl aufgestellt zu sein.

Und diese Ängste und Sorgen sind, auch heute, noch immer präsent.

Man lernt also mehr mit ihnen zu leben. Und sie so, nach und nach, abzuschwächen, anstatt immer größer werden zu lassen.

Und sich, durch sie, den Reisealltag zu zerstören

Learning No. 3

 

Leben wir noch unsere Wahrheit?

Oft haben wir uns z.B. auch gefragt, ( und tun es immer noch) 

WTF machen wir eigentlich hier!? 

Vor allem, wenn mal wieder nichts laufen wollte wie geplant. 

Und ja, auch das, geht nie ganz weg.

Denn es kommen immer wieder neue Situationen, die uns hinterfragen lassen, ob wir noch auf dem rechten Weg sind.

Ob wir noch, auf unserem Weg sind!

Denn dein Kopf ist permanent im Urteil. 

Deshalb:

„ Make sure to not be lead by your ego and mind, but listen to your heart more closely!“

Learning No. 4

 

Die Qual der Wahl.

Fun fact und vor allem, aktuell, wohl unser größtes Problem:

Die liebe Freiheit.

Wie sehr wir uns gefreut haben, einfach komplett frei zu sein.

Freiheit war unser größter Antreiber, überhaupt auf Reisen zu gehen. Um endlich jeden Tag nur noch genau das zu machen, was wir lieben.

Nur um genau das zu tun, und zu merken:

„Wer die Wahl hat, hat die Qual.“

Klingt so absurd, aber ist tatsächlich eine der größten Herausforderungen für uns. (Und wahrscheinlich typisch für unsere Generation. )

„Generation Y Sie könnten alles, doch wissen einfach nicht was sie wollen.“

Ist die Entscheidung, die man trifft, die Richtige für uns.

Oder machen wir hier gerade einen riesigen Fehler, den wir schon bald bereuen werden?

Sollten wir dies, müssten wir das und, was ist wenn…?

Die Lösung (wie so oft):

„ Trust to your gut feeling.“

Wenn Maik und ich uns so richtig reingefressen haben und nicht mehr wissen, wo oben und unten ist, dann ändere ich die Fragestellung.

Und frage, was sein/unser Gefühl ihm & uns rät, statt was das Logischste zu sein scheint.

Manchmal braucht es 1-2 Anläufe, aber diese Taktik hat uns wirklich noch nie im Stich gelassen!

PS: Always keep in mind:

Es gibt kein richtig oder falsch, weil jede Erfahrung eine Bereicherung ist und Wachstum verspricht.;)

#keepcalmandtrustlifeslesson

 

Learning No. 5

 

Schüler des Lebens.

Ein ziemlich großer und häufiger Grund, der uns Zuhause aus dem Gleichgewicht gebracht hat war, dass wir meist so überwältig von der neuen Situation waren, dass wir total unsicher und überfordert waren.

Und so oft in Stress geraten sind und nur noch im:

„ RUN, FIGHT OR FLIGHT.“,

Modus waren. Anstatt sich mit seiner Intuition zu verbinden und als Team zu agieren.

Wir haben den Anderen also schnell als Gegner gesehen der uns, zusätzlich zu der Situation, ein weiteres Hindernis, statt eine Hilfe, war.

Anstatt sich die eigene Unsicherheit selbst einzugestehen, haben wir auf Besserwisser gemacht. 

Um Kontrolle zu behalten, wo keine war.

Heute wissen wir, wir wissen gar nichts!

Scheiß drauf was du denkst, kannst, weißt und müsstest. 

Und gib einfach zu, dass du Schüler des Lebens bist. 

Und öffne dich damit für das, was das Leben dir an Wachstum bietet. Kommuniziere es und zeig dich verletzlich.

Weil deine Schwachstellen und Unwissenheit so viel sexier, und liebenswerter, ist, als du meinst.

Vor allem wird dein Partner, es dir gleich tun und sich dir öffnen.

Und das ist, langfristig, so viel größer, wertvoller und wichtiger für euch.

-trust me!

 

Learning No. 6

 

Empathy is the key.

Maik und ich durften, und dürfen, außerdem immer noch lernen, auf die Bedürfnisse des anderen einzugehen. Statt seine eigenen, auf biegen und brechen, durchsetzen zu wollen.

Denn so gleich wir in vielem auch sind, so unterschiedlich kann das, was wir brauchen, sein.

 

Der eine braucht Gewissheit und Planerei. Benötigt einen Ablauf, Struktur und seine Ordnung. 

Während der andere die kreative Freiheit und die Verbindung, zu seiner inneren Weisheit, braucht und liebt.

 

Einer ist mehr in sich gekehrt und macht Dinge mit sich aus, statt groß zu reden.

 

Der andere dagegen, muss reden, um Dinge zu begreifen und zu reflektieren.

 

Selten, und dennoch kam es vor, ging es dabei um das, was tatsächlich anstand. 

Wie z.B. Geld sparen, Dinge verkaufen, ´paper work´ erledigen und wichtige Angelegenheiten klären.

Wie oft wir uns trennen wollten und aneinander gerieten, weil wir uns selbst nicht auf dem Schirm hatten.

 

Nicht weil wir uns nicht lieben, sondern weil all das uns denken ließ, wir passen gar nicht zusammen.

Man hatte also das Gefühl man sei, jeweils, besser dran, wenn man ohneeinander wäre. 

Weil wir das Ganze nicht als Prozess und Wachstum sehen wollten und als Gemeinsame Aufgabe anerkannten. Sondern als Hindernis sahen, das wir nicht zu überbrücken wussten.

Und daher, viel zu schnell, ins Urteil fielen.

 

 

Learning No. 7

 

Der neue Alltag.

Und auch heute noch fällt es uns schwer unsere Bedürfnisse, im neuen Alltag, zu erkennen, auszusprechen und zu leben.

Denn anstatt sich zu nehmen was man braucht, haben wir oft das Gefühl, es dem anderen Recht machen zu müssen.

Ich, die viel mehr Ruhe und Routine, im geliebten Abenteuer und der Unbeständigkeit braucht. Denke oft, dass ich mit Maik´s Tempo mithalten muss, damit er glücklich ist und wir funktionieren können.

Dass ich mich dabei selbst übergehe, und meine Unausgeglichenheit sich auf unsere Beziehung auswirkt, merke ich meist erst im Nachhinein.

 

Learning No. 8

 

Auf ewig im Dauerurlaub?

Weil man diese Reise noch nicht ganz begriffen hat, denken wir also oft sie sei, wie Urlaub. 

Und im Urlaub, ist man ständig und immer zusammen, oder? 

Hat man das romantische Bild von, Harmonie und, ständiger Zweisamkeit im Kopf. Ob das nun richtig oder falsch für einen ist, sei mal dahin gestellt.

Wir dürfen also, auch nach 6 Wochen, noch begreifen, dass wir nicht im Urlaub sind.

Sondern einen neuen Alltag leben und dieser Alltag, sich nur in seiner Routine zum alten unterscheidet. 

Beutetet: Jeder ist immer noch Individuum und darf schauen, was er oder sie gerade braucht. 

Sport, Yoga, Laufen, Meditieren, Aktion, vegan oder Fleisch essen- do what makes you happy!

Und lerne, es neu zu integrieren, um gemeinsam statt einsam zu leben.

Learning No. 9

 

Blinder Aktionismus und die Liebe.

Wir verfielen, vor der Reise, viel zu gern in blinden Aktionismus. Und wollten, eigens kreierte Szenarien, von vorne herein umgehen. Um Mögliches zu verhindern, statt großes zu erleben.

Und dabei dachten wir nicht an eines meiner Lieblings Zitate, welches sagt:

„What if I fall? Oh darling, but what if you fly?“

Sondern ließen uns von der Angst, statt Liebe treiben.

Die uns weiß machen wollte, was alles passieren könnte, statt was möglich ist.

Da wir heute bereits viel schneller dahinter kommen und begreifen was passiert, war eines der größten Learnings vor der Reise:

Alles was ist und passiert, in liebe anzunehmen. Und das Gute darin zu sehen, statt sich zu verschließen. Und aus dem Mangel heraus zu handeln.

„ Alles was ist, ist liebe.“

Auch Angst, entsteht aus Liebe. Der Liebe zu etwas oder jemanden, weil man bestimmte Wünsche und Ideen hat.

Die man leben, und nicht verlieren, will.

Halte dir das also unbedingt im Kopf, weil es dir das Leben, & deine Beziehung, so viel leichter machen wird!

Learning No. 10

 

Reden, reden, reden…und  REDEN !

Last but not least:

Nichts ist wichtiger als Kommunikation.

Haben wir alle schon 10000 mal gehört, aber meist nie angewendet.

Weil,- ist anstrengend.

Noch viel anstrengender wird es allerdings, wenn man sich in einer Situation so sehr verfangen hat, das man nicht mal mehr weiß, wo man überhaupt noch ansetzen muss.

„Communication is key!“

Schreib dir das am Besten gleich hinter die Löffel.

Vor allem wenn du eher Typ, 

´ich mach alles mit mir aus, weil ich Kindheitstraumata habe, die ich nicht überwinden konnte und jetzt lieber auf Einsiedlerkrebs mache, statt noch mal verletzt zu werden!´ ,

bist.

Glaub mir, reden und seine Wahrheit zu sprechen, wird dich dauerhaft immer glücklicher machen.

Als zu schweigen und in seinen Gedanken zu versinken. Bis man sich so abgeschnitten fühlt, dass man keinen Zugang, zum anderen, mehr findet. 

( Ich gehöre übrigens zum Team, weiß also, wovon ich spreche!)

Fazit:

Du willst oder wünscht dir was? Sag es !

Der andere kann deine Gedanken und Bedürfnisse nicht lesen.

Und du wirst viel zu schnell im, unnötigen, Selbstmitleid versinken. Statt, lösungsorientiert und, zeitsparend zu handeln.

Außerdem rutscht man sonst viel zu schnell in die Falle des Egos, welches dir weiß machen will, dass du das ärmste Tucktuck der Welt bist. 

Und keiner dich versteht, sieht, geschweige denn respektvoll und verständnisvoll behandelt.

Ja, wie denn auch? Wenn du dich selbst nicht mal respektvoll genug behandelst und lebst und gibst, was du brauchst!

Was wir, aus all den Erfahrungen, also lernen durften ist: 

„Relax! Cause everything is going to be all right.“

Du stirbst nicht, sondern machst nur eine neue Erfahrung

Und auch wenn dein Ego das oft, ganz schön scheiße findet. Lerne, dich genau davon abzukapseln. 

Und bleibe in Fülle, statt in den Mangel zu verfallen.

(Für dich und deinen Partner.)

Ihr seid ein Team, ein WIR, eine Familie.

Und Familie, steht über allem, richtig!?

Mache dir also bewusst

„ Erfahrung, bedeutet Wachstum. Und Wachstum, bedeutet Veränderung. Und Veränderung, ist immer für dich.“

Das fühlt sich oft, und schnell, unschön an.

Aber würde der Schmetterling nicht, irgendwann, aus seinem viel zu engen Kokon krabbeln, würde er auch niemals fliegen können.

Geschweige denn, die Freiheit genießen, die ihm das Leben zu bieten hat. <3

Höre auch auf zu erwarten.

Klar ist das nicht leicht, aber wenn du dich das nächste Mal dabei erwischt, Hoffnungen und Erwartungen zu haben, nimm es liebevoll an.

Und erinnere dich daran, dass alles sein darf. 

Und neues nicht gleich schlecht sein muss.

Sondern immer auch positives mit sich bringt und dich wachsen lässt.

„ Ändere seine Perspektive und du änderst deine Welt.“

Also kleines Tagebuch,

so viel also zu unserem, wohl größten, gemeinsamen Abenteuer.

Was denkst du, haben wir schon gut was gelernt? Oder habe ich eine Erfahrung ausgelassen, die du mit mir teilen kannst?

Lass es mich unbedingt in den Kommentaren wissen. Weil deine Meinung uns interessiert und wir Schüler des Lebens sind.;)

Deine Fairy,

xx.