Ich wusste ja, dass es vermutlich nicht im Handumdrehen geschafft sein wird ein ´Permanent Resident´ Visum für Australien zu bekommen. Besonders als selbstständige Makeup Artist, mit einem eigenen Geschäft, ist es alles andere als leicht.

Aber als mir vor kurzem die Einschätzung meiner Chancen auf ein Visum zugesendet wurde, musste ich erstmal schlucken.

Die letzte Zeit habe ich damit verbracht, meine Visum Optionen zu recherchieren und habe mich dafür durch unzählige Internetseiten und Artikel durchgewühlt, um mir einen besseren Überblick zu verschaffen.

Das Internet ist vollgepackt mit Infos zum Thema ´Work Visa Australia´, aber nichts davon ist wirklich hilfreich, geschweige denn auf meine berufliche Situation anzuwenden.

Als ich gemerkt habe, dass ich hier nicht weiterkomme und die vielen unterschiedlichen Auskünfte eher für Verwirrung als für Klarheit sorgen, habe ich mich dazu entschieden eine Agentur zu beauftragen die mir hilft Licht ins Dunkel zu bringen.

Denn diese nimmt dir den Großteil der Arbeit ab und gibt dir direkt konkrete Infos darüber was, wie und wieso möglich ist.

Und wenn ich eins in letzter Zeit gelernt habe dann ist es, dass ich keine Zeit und Energie mehr für Dinge verschwende, für die ich einen Fachmann bezahlen kann. Und mir selbst dadurch jede Menge Stress und Mühe erspare.

Daher war schnell klar, lieber ein paar Euro zu investieren, als unnötig Zeit zu verschwenden und nicht voran zu kommen.

„Zeit ist kostbar, verschwende sie klug.“

Nachdem ich also alle erforderlichen Infos und Daten an die Agentur übermittelt hatte, bekam ich folgende Einschätzung meiner Chancen auf ein Visum:

´ Es wird für Sie wirklich nicht einfach(…). Die Chancen auf ein Visum, in Ihrer Situation, sind sehr begrenzt(…). 

Muss ich meinen großen Traum nun also schon aufgeben, ohne ihn überhaupt richtig angegangen zu sein?

Ich muss zugeben, als ich die eher ernüchternde Nachricht bekommen habe, war ich wirklich erstmal down. Mir sind gleich alle Szenarien in den Kopf geschossen, warum es nicht klappen könnte und wie mein Leben dann wohl aussieht. Wenn ich doch hier bleibe und meinen großen Traum nicht leben kann.

Ja Horrorszenarien kann ich mir gut ausmalen. Und ich bin auch sehr gut darin, Situationen viel zu dramatisch zu betrachten ( Drama TV, Kanal 13;)) und daher oft direkt erstmal vom Schlechtesten auszugehen. Da ticke ich sicher nicht anders als die Meisten von uns.

Mittlerweile weiß ich aber genau was ich tun kann, um meinen Fokus wieder positiver auszurichten. Und meine Hoffnung sowie mein Vertrauen, trotz aller Umstände, nicht zu verlieren.

„Sei realistisch, plane ein Wunder.“

Wie du vielleicht schon weißt, beschäftige ich mich seit nun fast über einem Jahr intensiv mit Persönlichkeitsentwicklung und habe mich dadurch mittlerweile darauf hin trainiert optimistischer zu sein.

 

Ich liebe es zu meditieren und lese sehr viele Bücher, um die beste Version meiner selbst zu werden und das Leben zu erschaffen, was ich mir wünsche. Ich finde das Thema einfach wahnsinnig spannend und habe erkannt, dass es tatsächlich was mit einem macht.

 

Seitdem habe ich mehr Selbstvertrauen dazu gewonnen und bin zudem viel achtsamer und dankbarer geworden. Vor allem aber habe ich mehr Zuversicht gewonnen und vertraue dem Leben. Und darauf, dass eben alles genauso kommt, wie es kommen soll.

Die Kugel muss ich selbst ins Rollen bringen, das ist klar. Aber welche genaue Richtung sie dann einschlägt liegt nicht immer in meinen Händen.

Gelassenheit, Geduld, Achtsamkeit, Vertrauen und Zuversicht sind mein Anker und helfen mir ruhig zu bleiben, wenn die Dinge nicht gleich klappen wie geplant.

Und wenn diese kleine fiese Stimme im Kopf wieder laut wird und mir sagen möchte, dass ich lieber auf ´Sicherheit´ statt Risiko setzen soll, um mich vorm ´bösen Unbekannten´ zu schützen. Dann weiß ich mittlerweile was ich tun muss, um sie auszuschalten und meiner Angst nicht das Wort zu erteilen.

Indem ich kurz innegehalten habe und mir eine Sache ganz bewusst gemacht habe, konnte ich meine negativen Gedankengänge schnell unterbinden. Ich habe mir ausgemalt, was denn im schlimmsten Fall passieren kann. Und habe mich dann gefragt:

 

Wenn es nicht klappt und ich es nicht schaffe, ist das dann das Ende der Welt? Würde mein Leben dann vorbei sein, so wie es mir meine Angst gerade versucht weis zu machen? Oder was würde dann tatsächlich passieren?

 

 

Nein, natürlich nicht! Es wäre verdammt schade und traurig, aber das Leben geht weiter.

„What doesn´t kill you makes you stronger.“

Außerdem habe ich mich wieder an mein Warum erinnert. An den Grund, wieso ich in Sydney leben und arbeiten möchte. Und dieser ist wesentlich stärker, als meine Angst je sein kann.

Bondi,-mein Warum.

Genau das ist es, was du brauchst. Denn wenn du für eine Sache brennst, steigt deine Risikobereitschaft. Gleichzeitig schwindet deine Angst und mit ihr alle Sorgen und Zweifel.

Mir war daher schnell klar, dass es für mich nur eine Option gibt:

Ich ergreife diese winzige Chance, die ich habe und werde sie für mich nutzen. Also beiße ich die Zähne zusammen und gehe dafür los.

Es kommt für mich nicht in Frage aufzugeben und den leichten Weg zu gehen, wenn der vermeintlich schwierigere mich eventuell zu meinem Ziel führt.

Denn nur die kleinste Chance reicht mir aus, um es zu wagen.

Schließlich sind es die Dinge die wir nicht gemacht haben, die wir bereuen. Die Chancen, die wir nicht ergriffen haben und die Möglichkeiten die wir nicht genutzt haben, die uns am Ende das Gefühl von Versagen hinterlassen. Und uns ewig darüber wundern lassen, wie anders eine Sache, eine Situation oder unser Leben hätte verlaufen können, wenn wir dafür losgegangen wären.

 „It´s better to cross the line and suffer the consequences than to just stare at that line fort he rest of your life.“

Ich denke, es ist normal Angst zu haben. Mit jeder großen Entscheidung, geht schließlich auch ein gewisses Risiko einher. Klappt es, oder klappt es nicht? Nur solltest du dich immer fragen was schlimmer wäre;

1) Wenn du es aus Angst, nicht das zu bekommen was du dir wünscht, nicht tust und aufgibst ohne es überhaupt probiert zu haben. Und dich daher für immer fragen musst ´ was wäre gewesen wenn?´

2) Oder, wenn du deiner Angst entgegen trittst und, trotz Risiko zu scheitern, für deine Träume losgehst. Und dich dafür manchmal an einen winzigen Hoffnungshalm klammerst jedoch mit der Gewissheit, dass du alles getan und gegeben hast, um deine Vision zu realisieren.

Ich bin mittlerweile seit über 2 Wochen zurück in Sydney, um genau das zu tun. Ich möchte meine Chance nutzen und mir in Australien ein Leben aufbauen.

Ich weiß nicht, ob es klappen wird wie ich es mir vorstelle. Und ich habe noch keine Ahnung was noch alles auf mich zukommt.

Diese Ungewissheit macht mir machmal zu schaffen, denn schließlich hängt meine Existenz und vor allem auch mein Herz hier dran.

Es fällt mir auch nicht immer leicht motiviert zu bleiben und mich tagtäglich dazu zu bewegen, bei absolutem Strandwetter, am Laptop zu sitzen und Fotoshootings zu organisieren. Oder immer wieder neue Leute zu kontaktieren, um neue Kontakte zu knüpfen und mir für den Bestfall einen Kundenstamm aufzubauen.

Und daher gibt es natürlich Tage, an denen sich alles in mir sträubt und mir sagt:

´Geh nachhause und lass alles wie gehabt. Das ist doch verrückt was du hier machst! Zuhause weißt du wenigstens was du hast.“

Ja, diese Tage gibt es.

Aber ich weiß auf harte Zeiten folgen gute. Beides gehört nun mal dazu.

Daher bleibe ich dran und versuche mir immer wieder mein Warum in den Kopf zu rufen. Wieder und wieder ∞.

Selbstverständlich werde ich dich weiterhin auf dem Laufenden halten und hoffe, dass sich mein Einsatz langfristig auszahlen wird.

„A dream doesn´t become reality by magic; it takes sweat, determination and hard work.“- Colin Powell

Interessierst du dich ebenfalls für Persönlichkeitsentwicklung und möchtest dich hierzu weiterbilden? In diesem Artikel stelle ich dir 3 inspirierende Bücher vor, die dir dabei helfen werden mehr Selbstvertrauen zu entwickeln und dir das Leben zu erschaffen, das du dir wünscht.