1:40 Uhr, wir sitzen im Flieger nach Kuala Lumpur, um von dort nach Bali zu kommen.

Vor 2h haben wir ein letztes Mal indischen Chai Masala getrunken, der uns jetzt, einfach nicht schlafen lassen will.

Nachdem er uns zuvor, völlig überdreht und aufgeweckt, einige, ziemlich witzige Momente geschenkt hat.

Die wir nach diesem Tag, bitter nötig hatten.

Denn Indien hat uns genauso verabschiedet, wie es uns empfangen hat, chaotisch und turbulent.

Aber fangen wir von vorne an.

Vor knapp zwei Wochen sind wir losgezogen, in die große weite Welt. Um uns den Wunsch einer Weltreise zu erfüllen.

Die Wohnung war aufgelöst und vermietet, die Jobs pausiert und soweit alles unter Dach und Fach gebracht, was vorher halt eben so ansteht. 

And let me tell you, it was a lot! 

All der Papierkram, all die Organisation und Verantwortung, für Dinge, an die man unbedingt denken musste. 

Haben uns oft nicht nur verzweifeln lassen, sonder auch hinterfragen lassen, warum wir das ganze eigentlich machen. Und ob es all das, wirklich wer ist?!

Heute sagen wir, JA! Definitiv ist es all das wert gewesen. Aber damals hatten wir ja keine Ahnung, sondern einfach nur jede Menge Hoffnung.

Auf bessere Zeiten und das, was kommt.

Damals wollten wir einfach nur los und endlich frei sein, von dem was uns in Deutschland zurückhielt.

Raus aus dem System, weg von all den Regeln, weniger Aufgaben tragen und Erwartungen erfüllen, um einfach nur zu sein.

Sich treiben zu lassen und das Leben zu genießen. Abenteuer zu erleben und dabei ganz wir selbst zu sein.

Wir waren jedoch so in unseren Rollen und Köpfen gefangen, dass es uns alles andere als leicht fiel, uns genau darauf dann auch einzulassen.

Das was wir uns so sehr wünschten, worauf wir uns so sehr freuten, war nicht das, was wir das letztes Jahr gelebt hatten. 

In dem es Regeln über Regeln gab. Und mehr ´du musst´, als ´du darfst´.

Und so brauchte es einige Tage, um das Abenteuer anzunehmen, auf das wir uns freiwillig und voller Vorfreude eingelassen hatten.

Warum wir uns für Indien, als unseren aller ersten Stop entschieden haben?

Warum nicht?

Wir hatten keine Ahnung, welches Land uns den schönsten Start schenken würde und drehten daher, irgendwann, einfach an der Weltkugel. Um das Schicksal entscheiden zu lassen.

Das zweimal, klar, Indien entschied.

Offen für das Neue und neugierig, auf die völlig andere Kultur, entschieden wir, all unseren Mut zusammen zu nehmen und all die Vorurteile, Horrorstories und gut gemeinten Ratschläge Bekannter und Verwandter, zu ignorieren. Um unsere eigenen Erfahrungen zu machen, denn:

„ Du wirst dir nie zu 100% sicher sein können, ob eine Sache, Handlung oder Entscheidung, die richtige für dich ist, wenn du sie nicht einfach ausprobierst.“

Jeder macht andere Erfahrungen, weil jeder seine ganz eigene Realität hat. Und das ist gut und völlig normal. Doch genau deshalb stand für uns fest, wir wollen das Land aus UNSER Perspektive und Realität erleben.

In unserem letzten Blogpost, haben wir bereits viele erste Eindrücke und Erfahrungen mit euch geteilt.

Heute, soll es um mehr gehen als das.

Nämlich darum, was Indien mit einem macht.

Denn egal wie lang oder kurz du bleibst, es packt und verzaubert dich.

Auf eine ganz besondere Art und Weise.

Weil es etwas in dir bewegt. Einen Anteil in dir, der dich daran erinnert wer du bist, was dir wichtig ist und wo du herkommst. 

Jeden Tag, lässt es dich in Mitten Extremen leben. Ob du willst und nicht!;)

„Incredible India.“

Es schenkt dir Begegnungen, die dich prägen. Die häufig negativ sind, aber dann, wenn sie es nicht sind, umso schöner und unfassbar rührend. 

Du wirst Bilder sehen, die dich packen und lang nicht loslassen. Dinge, dir dir wehtun und vor Leid fast erstarren lassen.

Menschen, die dich faszinieren und im Herzen niemals mehr gehen lassen.

Deine Seele wird lachen und weinen, erschöpft sein und tanzen. Schreien und ruhig sein, während sie Erfahrungen fürs Leben sammelt. 

Und diese dich verändern, – immer nur FÜR dich!

Warum das so ist? Vielleicht gerade weil es so anders ist. Weil es dich so trifft, mitten ins Herz. Und du dich, um nicht völlig überfordert zu sein, jeden Tag entscheiden musst, willst du Freude oder Leid?!

Durch welche Brille willst du sehen, was möchtest du mitnehmen, wohin willst du gehen?

Du siehst und vergleichst, du bewunderst und erschrickst. Du beobachtest und erstaunst und reflektierst jeden Schritt.

Doch warum es so ist, wirst du nie verstehen. Aber was es mit dir macht, wird nicht mehr gehen.

Jetzt sind wir also auf dem Weiterflug. Und lassen hinter uns, was 2 Wochen war.

Was wir, unser Zuhause nennen durften und uns all die spannenden Momente schenkte.

„ It was overwhelming at times, but oohhh how beautiful it was.“

Ich wünschte, jeder machte diese Erfahrung, weg zu gehen, um zu sehen.

Zu leben, um zu fühlen. Zu reisen, um zu erfahren.

Manche müssen das nicht, aber viele haben es bitter nötig!

Wie gut es uns geht, wie dankbar wir sein können.

Wie wertvoll die, für uns, alltäglichsten Dinge sind! Das, was wir in unserem Leben wissen dürfen, ohne uns oft, überhaupt bewusst darüber zu sein.

Wie Liebe & Zeit.

Wir müssen aufwachen. Für uns und das was ist. Das, was in dieser Welt geschieht. Das Gute und das Schlechte, das Schöne und das Schlimme.

Um einen Unterschied zu machen und endlich zu handeln.

Das Leben ist mehr als dein Job, die Welt ist mehr als deine vier Wände. Und du musst keine Angst haben, vor dem ´, was sich dahinter verbirgt.

Denn egal was es ist, du wirst damit klarkommen, wenn du dich öffnest. Und verstehst, dass wir eins sind und alles was ist, immer für dich ist.

Auch die großen Aufgaben, auch die Angst sich zu öffnen. 

„Wie anders das Land, wie unterschiedlich die Mensch und Kultur auch ist. Wir sind alle eins.“

Und wir dürfen lernen voneinander, einander verstehen. Uns helfen und besser machen, was ist.

Wenn ich an die Straßenkinder denke, die tagsüber Luftballons verkaufen, um ihre Familie finanziell zu unterstützen. Den Dreck, Staub und Lärm vor mir sehe, oder verwahrloste Hundebabies im Müll leben und auf der Straße spielen sehe, dann zerreißt es mein Herz.

Dann tut es so Weh!

Wie kann ich weg sehen, wie kann ich so tun, als wenn als das nicht wär. Um nicht fühlen zu müssen, was mich so stark konfrontiert!

Wenn ich wunderschöne Seelen treffen und von Einheimischen, stolz durch ihre Stadt geführt werde, als sei diese der schönste Ort der Welt. Und Abends beim Dinner ihre Familie kennenlerne, die alles tut um uns willkommen zu heißen. Die so viel weniger besitzt, als wir es gewohnt sind, und doch alles gibt, was sie hat. Glücklich ist und dieses Glück mit uns teilt.

Wie kann ich dann weg sehen und so tun, als wenn es mich nicht berührt. 

Und daran, dass das Glück, überall zu finden ist!

Dass ich, anstatt die Angst zu wählen und mich zu verschließen, die Liebe wähle und einen ersten Schritt mache.

Einen Unterschied mache und mich öffne, für das was mich umgibt.

“ Open your heart and the world will open up to you.“

Für das Schöne und Schlechte, das Böse und Gute.

Um mich zu entscheiden und groß zu machen, was ich mir wünsche. Um dann herauszutragen, was sein soll. 

Und zu leben was die Menschen, um uns herum, und die Welt in der wir leben, braucht.

Liebe, Verbundenheit, Vertrauen, Freundschaft, Dankbarkeit, Freude, Leichtigkeit, Hoffnung, Bewusstsein und Achtsamkeit.

Für einander und miteinander.

“ Stay full of love and hope.“

Niemals lassen uns die Bilder mehr los, die wir in Indien sehen durften.

Und lang noch, werden sie uns prägen.

Wir wollen die Reise nutzen, einen Unterschied zu machen. Unsere Herzen zu öffnen und den ersten Schritt zu machen.

Und freuen uns, wenn du ein Teil davon bist.

xx Farina

„Be kind, be conscious, be you.“

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